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"Früchte des Wachstums": EU will Beschäftigte an Gewinnen beteiligen

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"Früchte des Wachstums": EU will Beschäftigte an Gewinnen beteiligen

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Angesichts der gut laufenden Konjunktur will die
Europäische Union Arbeitnehmer stärker an den Unternehmen und ihren Gewinnen teilhaben lassen.
Die Früchte des Wachstums müssten gerecht verteilt werden, hieß es beim Treffen der Finanzminister in Brüssel.

Der Ratsvorsitzende, Deutschlands Ressortchef Peer Steinbrück, sagte, es komme zu Problemen, wenn sich die Lohnquote auf einem Rekordminimum bewege, die Gewinnquoten der Unternehmen aber auf Rekordhöhen. Dann drohe der sozialen Marktwirtschaft eine Legitimationskrise.

EU-Währungskommissar Joaquin Almunia erklärte jedoch einschränkend, für höhere Löhne gebe es nur einen begrenzten Spielraum. Die Gehälter dürften nur im Rahmen verbesserter Produktivität steigen. Diese hänge aber nicht von einem Land ab, sondern von einem Unternehmen oder einer Branche.

Verhindert werden soll, dass zu starke Lohnerhöhungen die Inflation anheizen und damit die Zinsen in die Höhe treiben – wodurch die Konjunktur wieder abgewürgt würde. Die Europäische Zentralbank berät am 8. März über die weitere Geldpolitik.

Viele Analysten erwarten eine Zinsanhebung – zum leidwesen der Finanzminister, die dafür angesichts einer moderaten Teuerung keinen Anlaß sehen.