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Sozialistische Präsidentschaftskandidatin wirbt in Problemvorstadt um Jugendliche

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Sozialistische Präsidentschaftskandidatin wirbt in Problemvorstadt um Jugendliche

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Frankreichs sozialistische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal ist bei einem Besuch in der Pariser Vorstadt Clichy-sous-Bois am Dienstag begeistert empfangen worden. In dem Ort hatten im Herbst 2005 die Vorstadt-Krawalle begonnen.

Mit der Visite kam Royal ihrem konservativen Konkurrenten Nicolas Sarkozy zuvor. Er hatte seinerzeit die randalierenden Jugendlichen als Gesindel bezeichnet. Demgegenüber sagte Royal zu den Jugendlichen: “Ihr seid nicht das Problem, ihr seid die Lösung”.

Royal will die Probleme der Vorstädte mit der Wiedereinführung einer Nachbarschaftspolizei angehen, wie sie schon unter der sozialistischen Regierung Ende der 90er Jahre bestand.

Innenminister Sarkozy führte unterdessen in Madrid Gespräche mit der spanischen Regierung über die Bekämpfung des Terrorismus. Anschließend legete er am Mahnmal für die Opfer des Anschlags vom 11. März einen Kranz nieder.

Sarkozy veranstaltete gemeinsam mit der spanischen Volkspartei eine Wahlkampfkundgebung in Madrid. Medienberichten zufolge hat sein Wahlkampfteam den Besuch in einer französischen Problemvorstadt bereits mehrfach verschoben.