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Taliban: "Selbstmordanschlag galt Vizepräsident Cheney"

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Taliban: "Selbstmordanschlag galt Vizepräsident Cheney"

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Bei einem Selbstmordanschlag auf den US-Stützpunkt Bagram, im Norden Afghanistans, sind am Dienstag mehrere Menschen getötet worden. Zum Zeitpunkt des Anschlages hielt sich US-Vizepräsident Dick Cheney in Bagram auf. Wegen schlechten Wetters hatte Cheney gestern nicht nach Kabul weiterfliegen können und deshalb ungeplant die Nacht auf dem Stützpunkt verbracht.

Nur kurze Zeit nach dem Attentat bekannten sich die Taliban zu dem Anschlag. Ein Sprecher der radikalislamischen Kämpfer erklärte, das Ziel sei Cheney gewesen. Das US-Militär zweifelte diese Darstellung an. Der Vizepräsident habe sich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr befunden.

Cheney berichte, er habe eine lauten Knall gehört und sei dann von seinen Leibwächtern in einen nahegelegenen Bunker gebracht worden.

Bagram ist der größte US-Stützpunkt in Afghanistan. Er liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Kabul.

Cheney traf nach dem Anschlag mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zu einem Mittagessen in Kabul zusammen.
Bei der Unterredung ging es um die labile Sicherheitslage im Land und die von den Taliban angekündigte Frühjahrs-Offensive.

Gestern hatte Cheney in Islamabad mit dem pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf über die Lage in Afghanistan gesprochen. Cheneys Afghanistan-Reise war streng geheimgehalten worden.