Eilmeldung

Eilmeldung

Wie weiter bei Airbus?

Sie lesen gerade:

Wie weiter bei Airbus?

Schriftgrösse Aa Aa

Der Unternehmensverbund Airbus Industries ist die zivile Flugzeugsparte des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS. Erklärtes Ziel der Gründer war es, die Vorherrschaft des US-Konkurrenten Boeing auf dem weltweiten Markt für Passagiermaschinen zu brechen.

Für die vier beteiligten Länder Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien ist der Riesen-Airbus A 380 natürlich das Prestigeprojekt, mit dem man Boeing überflügeln wollte. Bestellungen gingen dafür sehr schnell reichlich ein.

Konkret war der A 380 als Gegenstück zu Boeings berühmter 747 gedacht. Weil Airbus seine Lieferverträge nicht pünktlich einhalten konnte, stehen aktuell nur noch 166 Bestellungen zu Buche. Rentabel wird der A 380 aber erst mit 421 verkauften Maschinen. Nun geht aber gerade in Zeiten steigender Ölpreise der Trend zu kleineren Mittelstreckenmaschinen.
Boeing entwickelte auf diesem Sektor seine 787. Die Antwort von Airbus trägt den Namen A 350.

Und in diesem Vergleich sieht Airbus gar nicht gut aus. Sein A 350 ist um 50 Prozent schwerer als das Produkt der Konkurrenz – und um 30 % teurer.

Außerderdem dürfte der Vogel von Boeing 5 Jahre eher fliegen. Während bei Airbus erst 15 Bestellungen vorliegen – sind es bei Boeing schon 160.

2006 hat Boeing den europäischen Rivalen erstmals wieder seit 2000 bei der Zahl der verkauften Maschinen überflügelt.

Airbus steht ein schweres Stück Arbeit bevor. Mit dem heute verkündeten Sparprogramm ist gerade mal der Anfang gemacht.