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EU-Kommission eröffnet neues Feld im Kampf mit Microsoft

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EU-Kommission eröffnet neues Feld im Kampf mit Microsoft

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Sie droht dem Konzern wiederum mit Bußgeld und leitete ein weiteres Verfahren ein. Diesmal hält sie die Lizenzgebühren für ungerechtfertigt hoch, die Microsoft gegenüber der Konkurrenz für Schnittstelleinformationen verlangt.
Der Software-Gigant erklärte in einer ersten Stellungnahme, dass seine Gebühren mindestens dreißig Prozent unter dem Marktwert lägen. Er hat nun vier Wochen Zeit zur ausführlichen Antwort. Falls diese den Brüsseler Wettbewerbshütern nicht genügt, könnten sie tägliche Bußgelder von bis zu drei Millionen Euro verhängen.

Während Microsoft die Lizenzgebühren damit rechtfertigt, dass eigene Innovationen in den Schnittstelleninformationen enthalten seien, konnte die Kommission kaum Innovatives darin entdecken. Sie hatte den Konzern dazu verurteilt, der Konkurrenz Informationen offenzulegen, damit diese ihre Produkte so gestalten kann, dass sie interoperabel mit der Software von Microsoft sind.

Wegen seines Marktmissbrauchs hatte sie gegen den Konzern vor vier Jahren ein Rekordbußgeld von knapp einer halben Milliarde Euro verhängt.