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Krawalle bei Hausräumung in Kopenhagen

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Krawalle bei Hausräumung in Kopenhagen

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Die Polizei in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen hat ein besetztes Haus geräumt. Das Gebäude war seit langem ein bekanntes autonomes Jugendzentrum – das “Ungdomshuset” im Stadtteil
Nørrebro. Nach der Räumung kam es zu Ausschreitungen. Mehr als siebzig Jugendliche wurden festgenommen; einer, ein Deutscher, war bei der Räumung verletzt worden. Die Polizei setzte Beamte aus dem ganzen Land ein, darunter eine Sondereinheit.

Ein Anwohner schildert, das alles sei innerhalb von Sekunden geschehen. Es sei sorgfältig vorbereitet gewesen: überall Polizisten in Kampfanzügen, und er selbst sei aus der Gegend weggebracht worden. In Baumhöhe seien Hubschrauber gekommen; und Spezialfahrzeuge hätten vor dem Haus Container aufgestapelt.

Das Haus war seit Anfang der achtziger Jahre besetzt; vor sieben Jahren verkaufte es die Stadt aber an eine Freikirche. Die Gemeinde will es abreißen und erwirkte jetzt die Zwangsräumung. Schon nach der Ankündigung Ende letzten Jahres kam es zu Krawallen und Massenfestnahmen. Als Ersatz für das Haus bot die Stadt eine alte Schule an; das lehnten die autonomen Jugendlichen aber ab.