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Proteststreiks bei Airbus gegen Sanierungsprogramm

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Proteststreiks bei Airbus gegen Sanierungsprogramm

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Aus Protest gegen das Sanierungsprogramm haben in mehreren Airbus-Werken die Beschäftigten die Arbeit niedergelgt. Die niedersächsischen Werke Varel und Nordenham mit zusammen 3500 Mitarbeitern standen auch am Donnerstag still. In Laupheim in Baden-Württemberg demonstrierten alle rund 1200 Beschäftigten gegen den möglichen Verkauf. Auch in den französischen Airbuswerken kam es zu Arbeitsniederlegungen.

In 14 Tagen wollen die Gewerkschaften mit einem europaweiten Aktionstag protestieren. In Frankreich setzten sie bereits für Dienstag einen eigenen Protesttag an.

EADS-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Rüdiger Lütjen geht davon aus, daß das Management Abstriche an “Power8” machen wird.

“Ich hab’ schon viele Managementkonzepte erlebt in meiner Betriebsratstätigkeit und ich kann ihnen nur sagen, dieses Konzept wird nicht 1 zu 1 so umgesetzt wie die Herren das gestern verkündet haben. (…) Und Airbus nochmal hat kein Problem weil wir zuviel Personal an Bord haben, wir sind in die Probleme gekommen, daran erinnert man sich vielleicht nicht mehr, durch Managementfehler”, sagte Lütjen.

Die Krise hat jetzt die erste konkrete Auswirkung auf die Modellpolitk von Airbus. Sämtliche Arbeiten an der Frachtversion des Riesenairbus A380 wurden eingestellt. Der zuständige Entwicklungschef begründete den Schritt nach Infromatienen der “FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND” mit “dem Fehlen einer kurzfristigen Perspektive für das Frachtmodell A380F”.