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Demonstration gegen Putin in Sankt Petersburg

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Demonstration gegen Putin in Sankt Petersburg

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Die Prachtstraße von Sankt Petersburg einmal anders: Hunderte von Menschen durchbrechen Polizeisperren, nach dem einige tausend zunächst friedlich über den Newski-Prospekt gezogen waren.

Ihr Zorn richtet sich gegen die russische Regierung unter Präsident Wladimir Putin: “Russland ohne Putin” ist eine ihrer Forderungen. Ihre Kundgebung war allerdings verboten worden. Nach offiziellen Angaben wurden mehrere Dutzend Menschen festgenommen, die Opposition spricht von zwei- bis dreihundert. Organisiert hatte die Kundgebung die Vereinigung “Das andere Russland”, ein Dachverband von Oppositionsgruppen, wie der Partei des früheren Schachweltmeisters Garri Kasparow.

Ein bekannter Regierungsgegner ist inzwischen auch der ehemalige Regierungschef Michail Kasjanow: Er nennt das Verhalten der Behörden illegal. Jede Art von Kundgebung solle unterbunden werden; dabei sei das doch aber rechtmäßig und verfassungsgemäß! Die Behörden zerstörten damit die verfassungsmäßige Ordnung im Land.

Einen ähnlichen “Marsch der Unzufriedenen” hatte die Opposition schon Mitte Dezember in Moskau abgehalten. Am Freitag beriet sie in Sankt Petersburg über ihr weiteres Vorgehen: Nächstes Jahr ist Putins Amtszeit sowieso zu Ende, und ein neuer Präsident wird gewählt. Für die Opposition wäre es wichtig, sich auf einen Kandidaten zu einigen.