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Stromboli bricht aus

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Stromboli bricht aus

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Aus gut 900 Metern fließt die Lava in die Tiefe. Europas derzeit aktivster Vulkan sorgt wieder für aufsehenerregende Bilder: Vor fünf Tagen hatte sich auf dem Stromboli der erste Krater geöffnet, die knapp 350 Einwohner der gleichnamigen “schwarzen Insel” stellen sich auf das Schlimmste ein, kleinere Eruptionen gibt es alle zehn Minuten. Zuletzt war der Stromboli vor etwas mehr als vier Jahren ausgebrochen. Ein riesiger Felshang rutsche dabei ins Meer und löste eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle aus. Damals ließen die Behörden Stromboli für zwei Monate evakuieren.

Die Fischer kennen das alles. Seit 2000 Jahren gerät das Gestein unter dem Liparischen Archipel regelmäßig in Bewegung. “Wir haben uns daran gewöhnt”, sagt einer von ihnen, “wir kennen den Vulkan seit unserer Geburt. Und er kannte schon unsere Eltern und Großeltern.” Wie durch ein Wunder wurden beim Ausbruch Ende 2002 nur wenige Menschen verletzt. Eine Wiederholung des Alptraums von seinerzeit gilt in diesem Jahr aber als unwahrscheinlich.