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Suche nach in Äthiopien verschwundenen Touristen

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Eine in Äthiopien verschwundene Reisegruppe ist angeblich ins Nachbarland Eritrea entführt worden: Der Verwaltungschef der äthiopischen Afar-Region erklärte, Soldaten aus Eritrea hätten die Reisenden über die Grenze verschleppt und hielten sie auf einem Militärstützpunkt in Eritrea fest. Die Regierung in Asmara dementierte dies.

Die Verschwundenen waren in der Afar-Region in der Nähe der eritreischen Grenze unterwegs. In der Region sind Rebellen und Räuber tätig, weshalb dort bewaffneter Polizeischutz für Reisende vorgeschrieben ist. Der britische Sicherheitsexperte Steve Park erklärte, die Grenze zwischen Äthiopien und Eritrea sei sehr durchlässig, auch für die Afar-Rebellen, die einen eigenen Staat für ihre Volksgruppe fordern. Diese Rebellen seien schwer bewaffnet. Die Region sei äußerst gefährlich, und eine Reise dorthin sei absolut nicht ratsam.

Die in der Afar-Region verschwundene Gruppe bestand aus fünf Europäern und 13 Äthiopiern. Der Kontakt zu einer anderen Reisegruppe, die zeitweise ebenfalls vermisst wurde, konnte wiederhergestellt werden: Nach Angaben des Reiseveranstalters hatten die französischen Touristen lediglich Probleme mit dem Satellitentelefon.