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Weitere Krawallnacht in Kopenhagen

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Weitere Krawallnacht in Kopenhagen

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In Kopenhagen haben zumeist jugendliche Demonstranten auch in der vergangenen Nacht gegen die Räumung eines bekannten Jugendzentrums protestiert. Dabei kam es wiederum zu Straßenschlachten mit der Polizei. Als Gruppen von Demonstranten Pflastersteine warfen, setzte die Polizei massiv Tränengas ein.

Die Leute in dem Jugendzentrum hätten sich jahrelang um einen Dialog mit den Behörden bemüht, sagte ein Demonstrant: Nun gebe es keinen Dialog. Er werde gekämpft. Demonstranten errichteten Barrikaden und setzten Autos in Brand. Nach Polizeiangaben wurden 130 Beteiligte festgenommen.

In der Nahe des “Freistaates Christiania” stürmten Demonstranten eine Schule und verwüsteten das Innere. Das autonome “Ungdomshuset” (Jugendhaus) war seit 1981 besetzt. Mit Duldung der Stadtverwaltung entwickelte es sich rasch zu einem Zentrum der alternativen Szene. Das Gebäude wurde von der Stadt Kopenhagen an eine Freikirche verkauft. Am Donnerstag wurde das Ungdomshuset von der Polizei mit Antiterror-Einheiten geräumt.