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Ost-Timor: Rebellenfestnahme gescheitert

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Ost-Timor: Rebellenfestnahme gescheitert

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Einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen in Ost-Timor hat die australische Sicherheitstruppe vergeblich versucht, den Rebellenführer Alfredo Reinado festzunehmen. Reinado wird beschuldigt, bei einem Überfall auf eine Polizeistation Waffen erbeutet zu haben. Gestern noch wies der Rebellenführer die Vorwürfe als völlig unberündet zurück.

Er und seine Gruppe habe die Polizisten freundlich gebeten, und, so Reinado: “sie haben uns die Waffen gegeben. Weil sie wissen, das wir das Volk verteidigen! Und dass die Waffen dem Volk gehören! Wir haben uns also freundlich die Hand gegeben – und dass nennt die Regierung einen Angriff!”

Seit 5 Jahren erst ist Ost-Timor von Indonesien unabhängig. Der ehemalige Leutnant Reinado war aus der Armee des jungen Staates desertiert und hatte sich im Mai dieses Jahres an die Spitze einer Rebellion gegen die Regierung gesetzt. Bei den anschließenden Kämpfen waren Dutzende Menschen ums Leben gekommen und mehr als 100.000 in Notlager geflüchtet. Reinado wurde verhaftet. Im August ist er aber aus dem Gefängnisse ausgebrochen. Seither ist der Rebellenführer untergetaucht – und ist nach dem gescheiterten Festnahmeversuch auch weiterhin auf freiem Fuss.