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Clinton und Obama kämpfen um afro-amerikanische Wählerstimmen

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Clinton und Obama kämpfen um afro-amerikanische Wählerstimmen

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Zehn Monate vor der ersten Vorwahl ist der Kampf zwischen den führenden demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbern Hillary Clinton und Barack Obama um die möglicherweise entscheidenden Stimmen der afroamerikanischen Bevölkerung voll entbrannt. In der Kleinstadt Selma in Alabama nahmen sie an den Gedenkfeiern zum 42. Jahrestag des historischen Bürgerrechtsmarsches über eine Brücke teil, der zum Ende der Rassentrennung in den USA beitrug.

Beide Senatoren sprachen nahezu zeitgleich und nur wenige Meter voneinander entfernt in Schwarzen-Kirchen in der Stadt. Clinton gab sich kämpferisch: “Ich bin hier, um Euch zu sagen: Armut zählt, wachsende Ungleichheit zählt. Gesundheitspolitk zählt, die Menschen an der Golfküste und in New Orleans zählen. Unsere Zukunft zählt, und es ist an uns, sie wieder an uns zu nehmen, in unsere Hände. Beginnen wir mit einem Marsch in eine bessere Zukunft.” Clinton lag in Umfragen lange vor Obama, obwohl dieser selbst Schwarzer ist. Ende Februar überholte der Senator von Illinois erstmals seine New Yorker Kollegin. “Sagt mir nicht, ich hätte keinen Anspruch auf Selma, Alabama. Sagt mir nicht, ich käme nicht nach Hause in Selma, Alabama”, so Obama, “ich bin hier, weil es einen Marsch gab. Ich bin hier, weil ihr alle Opfer für mich gebracht habt. Ich stehe auf den Schultern von Riesen.” Der Bürgerrechtsmarsch am 7. März 1965 ging als “blutiger Sonntag” in die US-Geschichte ein.