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Japan will Missbrauch von Frauen im Zweiten Weltkrieg unentschuldigt lassen

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Japan will Missbrauch von Frauen im Zweiten Weltkrieg unentschuldigt lassen

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Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe will sich nicht für den Einsatz von Zwangsprostituierten in der kaiserlichen Armee im Zweiten Weltkrieg entschuldigen. Vor einem Parlamentsausschuss in Tokio sagte er, es sei “nicht durch Fakten erwiesen”, dass Japan Frauen zu sexueller Sklaverei gezwungen habe.

Nach Erkenntnissen von Historikern arbeiteten bis zu 200.000 Frauen vor allem aus Korea und China in den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Bordellen für die japanischen Soldaten. 1993 hatte die damalige Regierung bereits zugegeben, dass sogenannte” Trostfrauen” der kaiserlichen Armee als Kriegsprostituierte dienten.

2004 hatten mehrere südkoreanische Frauen vor dem obersten japanischen Gerichtshof Anklage erhoben und Schadensersatz gefordert. Die Klage wurde abgewiesen. Im US-Kongress wird derzeit eine Resolution erwogen, in der Tokio zu einer formellen Entschuldigung und zur Übernahme der historischen Verantwortung für die “Trostfrauen” aufgerufen werden soll.