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Äthiopien: Suche nach Geiseln bisher ergebnislos

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Äthiopien: Suche nach Geiseln bisher ergebnislos

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Die Suche nach den fünf entführten britischen Staatsbürgen in Äthiopien geht weiter. Die britische Armee hat heute 60 Mitglieder einer Spezialeinheit in das ostafrikanische Land gesandt, um die dortige Armee zu unterstützen, die Geiseln aufzufinden.

Über die Umstände der Entführung ist bisher wenig bekannt. Der Zustand der heute wieder gefundenen Geländewagen lässt aber auf schwere Gewalt schließen. Einige der zunächst ebenfalls entführten Dorfbewohner sind inzwischen aber wieder freigelassen worden. Ein Mann aus dem Dorf Hamed Ela berichtet, er sei in der Nacht von Kampfgeräuschen geweckt worden. Als er aus dem Haus geschaut habe, sei er gezwungen worden mitzukommen. Letztlich hätten die Entführer aber nur die Briten, und ein paar äthiopische Beamte behalten.

Die Entführung hat vor fast einer Woche unweit der Provinzstadt Mekele in der Region Afar stattgefunden. Die Geiseln in dem abgelegenen Gebiet wieder zu finden ist eine komplizierte Aufgabe, so Robin Horsfall von den britischen Spezialeinheiten: “Es ist schwierig jemanden dort zu lokalisieren. Aber für die Einheimischen ist es um so einfacher sich zu verstecken, aber sie können sich kaum bewegen. Dass heißt: Sie müssen die Geiseln da behalten, wo sie sind.”

Nach unbestätigten Berichten äthiopischer Behörden wurden die fünf Briten gemeinsam mit ihren einheimischen Begleitern von einem Militärkommando des benachbarten Eritrea über die Grenze entführt. Die eritrischen Behörden weisen den Vorwurf aber zurück.