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Ein Toter und drei Geisel bei Kämpfen in Afghanistan

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Ein Toter und drei Geisel bei Kämpfen in Afghanistan

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Die Internationale Schutztruppe und die afghanische Armee haben ihre Frühjahrsoffensive gegen die islamitischen Taliban begonnen. Bei den Kämpfen im Süden des Landes wurde ein Soldat getötet. Drei Geiseln sollen von den Taliban verschleppt worden sein.

Bis zu 4500 ISAF-Soldaten und 1000 afghanische Sicherheitskräfte werden am Einsatz beteiligt sein. ISAF-Sprecher Tom Collins versprach, die Operation werde die Sicherheitslage verbessern und die Weichen für den Wiederaufbau stellen. An der so genannten Operation “Achilles” in der Provinz Helmand sind neben afghanischen Truppen auch britische, amerikanische, kanadische und niederländische ISAF-Soldaten beteiligt.

Dort haben die Taliban seit mehr als einem Monat den Distrikt Musa Kala unter ihrer Kontrolle – eine Hochburg des Widerstands und des Opiumhandels. Auch die Taliban hatten ihrerseits eine Frühjahrsoffensive und eine Welle an Selbstmordanschlägen angekündigt: 10 000 Kämpfer sollen angeblich auf ihren Einsatz warten und 2000 Selbstmordattentäter sollen bereitstehen.

Gleichzeitig wächst im Land die Kritik an den ausländischen Truppen. Bei einer Demonstration im Osten wurde gegen den Tod mehrerer Zivilisten protestiert. Bei Dschalalabad waren am Sonntag 16 Zivilisten im Feuer von US-Soldaten getötet worden. Die US-Armee teilte zwar mit, ihre Soldaten seien angegriffen worden. Wie dabei die Zivilisten starben, erläuterte das US-Militär nicht.