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E.ON will europäischen Kernenergiemarkt - Endesa-Übernahme bleibt Ziel

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E.ON will europäischen Kernenergiemarkt - Endesa-Übernahme bleibt Ziel

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Der deutsche Stromriese E.ON will sich für den Aufbau eines europäischen Energiemarktes einsetzen. Er habe der EU-Kommission vorgeschlagen, einen Kernmarkt zu schaffen, der aus Frankreich, den Benelux-Staaten, Österreich, der Schweiz und Deutschland bestehen soll, sagte Vorstandschef Wulf Bernotat bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf.

Zugleich erklärte Bernotat, beim Kampf um die spanische Endesa nicht locker zu lassen – trotz des zunehmenden Widerstandes gegen die Milliardenübernahme. Auch nach dem Einstieg des italienischen Konkurrenten Enel bei Endesa werde sich E.ON nicht vom eingeschlagenen Kurs abbringen lassen.

Inzwischen rückte E.ON von der Forderung nach einer Stimmrechtsänderung bei Endesa ab. Denn diese scheint nach dem Enel-Einstieg nicht mehr zu verwirklichen zu sein. Enel kann gemeinsam mit dem E.ON-feindlichen Aktionär Acciona die Änderung der Statuten blockieren. Mit der neutralen Sparkasse Caja Madrid könnte sogar die Übernahme selbst abgeschmettert werden.

Unterdessen droht der spanischen Regierung wegen ihrer Blockade der Endesa-Übernahme durch E.ON eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. Das laufende Vertragsverletzungsverfahren werde erneut verschärft, teilte Kommissionssprecher Jonathan Todd in Brüssel mit.

Spanien hat nun sieben Tage Zeit, die Auflagen zum angestrebten Kauf Endesas durch E.ON zu kippen. E.ON bietet insgesamt 41 Milliarden Euro für Endesa. Es wäre der größte Zukauf der Firmengeschichte.