Eilmeldung

Eilmeldung

EZB hebt Leitzinsen auf 3,75 Prozent an

Sie lesen gerade:

EZB hebt Leitzinsen auf 3,75 Prozent an

Schriftgrösse Aa Aa

Die Europäische Zentralbank hat die Geldzügel zum siebten Mal seit Ende 2005 angezogen. Die Leitzinsen wurden um einen Viertelprozentpunkt auf 3,75 Prozent erhöht. Ob die Währungshüter schon bald die Vier-Prozent-Marke ins Visier nehmen, darauf wollte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nicht festlegen. Anders als bei früheren Gelegenheiten deutete der Notenbankchef keinen Zeitpunkt für den nächsten Zinsschritt an.

Er erklärte lediglich, es sei weiterhin notwendig, die Inflationsrisiken zu beobachten. Die EZB werde wie bisher rechtzeitig und entschlossen handeln, um die Preisstabilität zu wahren. Das jetzige Zinsniveau unterstütze wirtschaftliches Wachstum, so Trichet.

Durch die Erhöhung verringerte sich der Zinsabstand der Eurozone zu Großbritannien und den USA. In beiden Ländern liegen die Leitzinsen bei 5,25 Prozent. Die Entscheidung der EZB war erwartet und im Vorfeld von der Politik kritisiert worden. Denn die anhaltend niedrige Inflation machte in den Augen etwa der EU-Finanzminister höhere Zinsen nicht zwingend notwendig.

Die EZB sah sich vor allem durch das robuste Wirtschaftswachstum zum Handeln veranlasst. Durch höhere Zinsen soll der Preisauftrieb gedämpft werden, weil sie Kredite für Verbraucher und Unternehmen verteuern. Deswegen gelten sie auch als Konjunkturbremse.

Freuen könne sich indes Sparer: Sie bekommen auf ihre Guthaben mehr Zinsen.