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EADS 2006 mit Gewinneinbruch - "Restrukturierung ein mühsamer Prozess"

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EADS 2006 mit Gewinneinbruch - "Restrukturierung ein mühsamer Prozess"

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Nach einem drastischen Gewinneinbruch rechnet der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS nur mit langsamen Sanierungsfortschritten. Auch im laufenden Jahr werde die Airbus-Mutter Verluste machen, erklärte die Konzernspitze bei der Bilanzvorlage in Oberschleißheim bei München. Die Restrukturierung sei ein mühsamer Prozess.

2006 sackte der Vorsteuergewinn um 86 Prozent auf nur noch 400 Millionen Euro ab. Louis Gallois sprach vom vergangenen Jahr als dem schlimmsten in der Unternehmensgeschichte.

Zwar seien die Auslieferungen auf das Rekordniveau von 434 Maschinen gestiegen.
Andererseits habe es wegen der Krise um den Airbus 380 einen Einbruch beim Auftragseingang um ein Viertel auf 69 Milliarden Euro gegeben. Die Lieferprobleme bei dem Riesen-Flugzeug hätten dann zu den aktuellen Problemen einschließlich des Sanierungsprogramms Power 8 geführt.

Gemeinsam mit Thomas Enders forderte Gallois die Politiker in Deutschland und Frankreich auf, sich nicht länger in die Konzernbelange einzumischen.
Derzeit tobt ein deutsch-französischer Machtkampf um die EADS. Die Pariser Regierung will eine mögliche Kapitalerhöhung nutzen, um den Einfluss auf das Unternehmen auszuweiten.