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Geteiltes Echo auf neue EU-Klimaschutzziele bei Grünen und Umweltschützern

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Geteiltes Echo auf neue EU-Klimaschutzziele bei Grünen und Umweltschützern

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Die Beschlüsse des Gipfeltreffens sind bei den Umweltverbänden auf viel positives Echo, aber auch auf Kritik gestoßen. Sie begrüßten die ehrgeizige Zielsetzung, hätten aber mehr gewünscht.

Selten sah man Umweltschützer auf Klima-Entscheidungen der EU anstoßen, wie im Brüssler Büro des Worldwide Fund for Nature. Der WWF-Klima- und Energieexperte Stephan Singer ist erleichtert, dass eins verhindert wurde: “Es gab diesmal den Versuch, Nuklearenergie zum Teil des breiteren europäischen Energiemixes zu erklären, sie in Verbindung zu setzen mit den europäischen Weltklimazielen. Das hat nicht geklappt. Damit ist die Nuklearenergie nicht Bestandteil eines so genannten grünen Energie-Zieles.”

Der WWF fordert nun, die ehrgeizigen Ziele zügig in konkrete Gesetze umzusetzen. Ins selbe Horn bläst der luxemburgische Europa-Abgeordnete Claude Turmes von den Grünen. Die EU dürfte nun nicht nachlassen:

“Wir brauchen eine strenge europäische Richtlinie wie die bestehende Strom-Richtlinie, und darum wird in den nächsten Monaten der Kampf toben. Das Europa-Parlament ist sehr dafür, an einem strengen europäischen Ansatz festzuhalten, während einige Regierungen einen nationalen Ansatz wollen. Und das könnte ihnen die Möglichkeit bieten, sich aus der Verantwortung zu ziehen.”

Greenpeace sprach vom bedeutendsten Beschluss seit dem Kyoto-Protokoll, bemängelte aber, dass durch das Referenzdatum längst stillgelegte Fabriken in Osteuropa die Bilanz verbessern hülfen. Den Friends of Earth sind die Ziele für erneuerbare Energien zu allgemein. Sie zweifeln, ob dies für den erhofften Technologieschub ausreicht.