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Dritter Jahrestag der Terroranschläge von Madrid

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Dritter Jahrestag der Terroranschläge von Madrid

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Am dritten Jahrestag der Terroranschläge von Madrid hat das spanische Königspaar die Gedenkstätte für die 191 Todesopfer eingeweiht. Der elf Meter hohe Glaszylinder steht neben dem Bahnhof Atocha, dem Hauptbahnhof von Madrid. Am 11. März 2004 waren in vier vollbesetzten Madrider Vorort-Zügen Sprengsätze explodiert. Als Urheber der Anschläge wurde eine islamistische Terrorzelle identifiziert.

Neben König Juan Carlos und Königin Sophia nahmen auch Regierungsvertreter an der Zeremonie teil, darunter Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero. Am Fuß des Denkmals wurden zwei Kränze niedergelegt. Ein Cellist spielte das “Lied der Vögel” von Pablo Casals. Ansprachen gab es nicht. Mit drei Schweigeminuten wurde der Opfer gedacht. Deren Namen sind im Innern des Glaszylinders angebracht, der sich in einem unterirdischen Raum fortsetzt. Neben den Namen finden sich dort Beileidsbotschaften aus aller Welt, die nach den Anschlägen eintrafen.

An der Einweihungs-Zeremonie nahmen auch Hinterbliebene der Opfer teil. Bei der Zeremonie fand auch die andauernde politische Kontroverse um die Anschläge Ausdruck: Ein Demonstrant forderte auf einem Plakat juristische Schritte gegen die damalige konservative Regierung. Sie stand seinerzeit wegen ihrer Irak-Politik in der Kritik und hatte die Anschläge der ETA angelastet. Derzeit läuft in Madrid der Prozess gegen die mutmaßlichen Attentäter und ihre Komplizen.