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Bush auf vorletzter Station der Lateinamerika-Reise

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Bush auf vorletzter Station der Lateinamerika-Reise

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Langsam arbeitet sich George Bush wieder in Richtung seiner Heimat vor: Auf seiner Lateinamerika-Reise ist der amerikanische Präsident jetzt in Guatemala eingetroffen. Auch hier wird sein Besuch von Demonstrationen begleitet: So haben Maya-Indianer schon dagegen protestiert, dass Bush eine ihrer heiligen Stätten besichtigen wird, die Ruinen der Stadt Iximche. Nach seinem Besuch dort wollen sie eine “Reinigungszeremonie” abhalten, damit wieder Frieden und Harmonie einkehren.

Willkommener war Bush zuvor in Kolumbien: Das Land ist in Lateinamerika der wichtigste Verbündete der USA. Bei seinem Besuch dort ging es vor allem um den Kampf gegen den Drogenhandel und damit auch gegen die linken Rebellen, die das Land seit Jahrzehnten in einem Bürgerkrieg halten und sich teilweise aus dem Drogenschmuggel finanzieren. Die USA unterstützen diesen Kampf trotz bisher mangelhafter Ergebnisse mit Milliardensummen, und das solle auch so bleiben, versprach Bush.

Auch in Kolumbien protestierten aber Gegner der amerikanischen Politik. In der Hauptstadt Bogotá demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen den Bush-Besuch. Einige verbrannten amerikanische Flaggen und warfen Schaufenster ein; es kam zu Kämpfen mit der Polizei. Aus Angst vor Anschlägen der Rebellen waren mehr als zwanzigtausend Polizisten und Soldaten im Einsatz.