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Enel baut Endesa-Anteil auf 24,9 Prozent aus

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Enel baut Endesa-Anteil auf 24,9 Prozent aus

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Der italienische Versorger Enel hat im Kampf um Endesa weiter an Terrain gewonnen. Das Unternehmen baute seine Beteiligung an dem spanischen Wettbewerber auf 24,9 Prozent aus. Mit dem italienischen Kreditinstitut Mediobanca sei eine Vereinbarung über den Austausch von knapp drei Prozent der Endesa-Anteile getroffen worden, hieß es.

Damit bleibt Enel hauchdünn unter der Beteiligungsgrenze von 25 Prozent, ab der ein Übernahmeangebot Pflicht ist. Der mit einem Jahresumsatz von 64 Milliarden Euro größte europäische Energieriese E.ON gerät damit weiter unter Druck. Der deutsche Konzern hat ein Übernahmeangebot von 41 Milliarden Euro für die Nummer vier Endesa vorgelegt und willl mindestens 50,1 Prozent an dem spanischen Rivalen erwerben.

Sollte diese Mindestannahmequote nicht erreicht werden, könnte sich E.ON auch mit weniger zufrieden geben. Die Frist zur Annahme der Offerte läuft noch bis Ende März.

Zwar kann Enel die Initiative des Düsseldorfer Konzerns nicht blockieren, aber das Leben von Vorstandschef Wulf Bernotat doch erheblich komplizierter machen. E.ON musste bereits die Forderung nach einer Stimmrechtsänderung bei Endesa als Grundbedingung für eine Übernahme fallen lassen, nachdem Enel zu einem der Hauptaktionäre der Spanier aufgestiegen war. Auch die E.ON-feindliche spanische Acciona-Gruppe stockte ihre Anteile an Endesa auf und kommt nun auf etwa 21 Prozent.