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Georgien wirft Russland Luftangriff in Abchasien vor

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Georgien wirft Russland Luftangriff in Abchasien vor

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Georgien hat wegen der jüngsten Spannungen mit Russland seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Bei der Mobilisierung stürzte ein Militär-Hubschrauber nördlich der Hauptstadt Tiflis ab; die drei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Nach georgischen Angaben war schlechtes Wetter die Ursache.

Das georgische Innenministerium warf Russland vor, mit drei Hubschraubern Ziele im Kodori-Tal angegriffen zu haben. Moskau dementierte dies. Das Kodori-Tal liegt in der abtrünnigen georgischen Teilrepublik Abchasien, im Grenzbereich zum übrigen Georgien. Abchasien erklärte sich 1992 mit russischer Unterstützung für unabhängig.

Tiflis hat die Kontrolle über die Region verloren. Doch der georgische Staatspräsident Michail Saakaschwili bekräftigte am Sonntag, dass Abchasien wieder in den georgischen Gesamtstaat integriert werden müsse. Die am vergangenen Sonntag in Abchasien abgehaltenen Wahlen erkennt die Zentralregierung in Tiflis nicht an. Auch die Europäische Union verweigerte die Anerkennung der Abstimmung. Während der vergangenen Nacht demonstrierten mehr als eintausend Georgier an verschiedenen Orten des Landes gegen die Festnahme von drei Georgiern durch abchasische Grenzposten.