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Jacques Chirac: 40 Jahre im Dienste Frankreichs

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Jacques Chirac: 40 Jahre im Dienste Frankreichs

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Seit 40 Jahren bestimmte Jacques Chirac in den verschiedensten Positionen das politische Leben Frankreichs mit. 1995 gelang ihm im dritten Anlauf der Einzug in den Elysee Palast. Seine erste Amtsperiode wurde geprägt durch die internationalen Proteste gegen die Wiederaufnahme der französischen Atomtests im Südpazifik und die Kohabitation mit der sozialistischen Parlamentsmehrheit.

2002 wurde Chirac wiedergewählt – mit überwältigender Mehrheit setzte er sich in der Stichwahl gegen den Chef der Nationalen Front, Jean-Marie Le Pen, durch. Herausragendstes Ereignis in seiner zweiten Amtszeit war die Ablehnung der angloamerikanischen Invasion im Irak.

Zu den Tiefen dieser Amtszeit zählen die Unruhen in den Vorstädten und das “Nein” der Franzosen bei der Volksabstimmung über die Europäische Verfassung. Chirac hätte auch gefahrlos das Parlament die Verfassung billigen können, so stellte er sich und Frankreich in Europa selbst ins Abseits.

In der Außenpolitik machte Chirac zum Schluss durch Fehltritte von sich reden. So sorgte er vor wenigen Wochen mit Äußerungen über das iranische Atomprogramm für Verwirrung.

In einem Interview mit französischen und amerikanischen Journalisten äußerte der Präsident die Meinung, dass es nicht sehr gefährlich sei, wenn Iran eine Atombombe besäße. Nach internationalem Kopfschütteln mußte Chirac einen Tag später zurückrudern.