Eilmeldung

Eilmeldung

Menschenrechtsrat gibt sudanesischer Regierung Mitschuld am Drama in Darfur

Sie lesen gerade:

Menschenrechtsrat gibt sudanesischer Regierung Mitschuld am Drama in Darfur

Schriftgrösse Aa Aa

In Genf ist am Montag die vierte Sitzung des UN-Menschenrechtsrats eröffnet worden. Das vor knapp einem Jahr gegründete Gremium tagt bis zum 30. März – und die sudanesische Krisenregion Darfur war Thema des ersten Sitzungstages. Eine Kommission hatte die Situation in Darfur untersucht, allerdings nur indirekt, da die sudanesische Regierung den Mitgliedern die Einreisevisa verweigert hatte. In ihrem Bericht wirft die Kommission dem Sudan eine Beteiligung an den Verbrechen in Darfur vor. Die Regierung in Khartum habe es versäumt, die Bevölkerung vor den Vergehen zu schützen, heißt es. Und: Die Lage in Darfur sei weiterhin von schweren und systematischen Verletzungen der Menschenrechte gekennzeichnet. Daher müsse der Menschenrechtsrat die Region weiterhin kontinuierlich beobachten.

Seit 2003 bekämpfen einander regierungsnahe Milizen und verschiedene Rebellenorganisationen in der Krisenprovinz. Hauptleidtragende sind dabei die Zivilisten: Nach Schätzungen der UNO wurden im Zuge der Auseinandersetzungen rund 200.000 Menschen getötet und mehr als zwei Millionen vertrieben. Die sudanesischen Behörden bezeichnen diese Zahlen als übertrieben.