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Rücktritte wegen Erneuerung der britischen Nuklearwaffen

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Rücktritte wegen Erneuerung der britischen Nuklearwaffen

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Ein Mitglied der britischen Regierung hat aus Protest gegen die geplante Modernisierung der Nuklearwaffen sein Amt niedergelegt. Seinen Entschluss gab der stellvertretende Labour-Vorsitzende des Unterhauses Nigel Griffiths kurz vor der Parlamentsabstimmung über das Programm bekannt: Dieser kündigte an, dem Unterhaus seinen Gewissenskonflikt darzulegen, mit dem er und viele andere Kollegen kämpften. Er wolle jedoch seinen Prinzipien treu bleiben.

Die Abstimmung über die Modernisierung der Atomwaffen wird am Mittwoch stattfinden. Obwohl einige Labour-Abgeordnete dagegen sind, kann Regierungschef Tony Blair auf die Stimmen der Tories zählen. Diese befürworten die Erneuerung der U-Boot-gestützten Nuklearraketen des Tridentsystems für etwa 30 Milliarden Euro.

Viele Gegner des Programms sehen nach dem Ende des Kalten Krieges keine Rechtfertigung für neue Nuklearwaffen. Blair argumentiert jedoch, Großbritannien müsse auch in Zukunft Feinde durch jederzeit einsetzbare Atomwaffen abschrecken.