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Star-Aufgebot in der "Europa-Elf" spielt zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge gegen Manchester United

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Star-Aufgebot in der "Europa-Elf" spielt zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge gegen Manchester United

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Manchester United feiert das 50-jährige Bestehen der Europäischen Gemeinschaft mit einem Spitzen-Spiel: Der Club tritt an diesem Dienstag im Old Trafford gegen die eigens dafür aufgestellte Europa-Elf an. Zu der gehören Stars wie Oliver Kahn, David Beckham und Ronaldinho, betreut vom italienischen Weltmeister-Trainer Marcello Lippi. Am 13. März 1957 hatte Manchester als erster englischer Club in der Geschichte der UEFA an einem europäischen Wettbewerb teilgenommen.

UEFA-Präsident Michel Platini, der im Fußball Europas gemeinsame Sprache sieht, nutzte vor dem Match die Gelegenheit, bei Kommissionschef Jose Manuel Barroso um Beistand im Kampf gegen Hooligans und Rassismus auf dem Platz zu bitten.

Erst vor kurzem hatten die Randale von Hooligans wieder einmal ein tödliches Finale – diesmal in Italien, als beim Spiel der Erstligisten Catania gegen Palermo ein Polizist durch einen Sprengkörper ums Leben kam. Das zweite Todesopfer innerhalb von nur einer Woche bei Fußball-Randalen in Italien.

“Wir bitten alle Regierungen um Hilfe, damit sie ihre Verantwortung im Kampf gegen diese Gewalt übernehmen, Gewalt, die sich zumeist außerhalb der Stadien entlädt. Wir werden unsererseits unsere Verantwortung übernehmen, wenn wir die Mittel finden können”, appellierte Platini an die EU-Staaten.

Er hofft auf die Schaffung einer internationalen Spezial-Polizeitruppe für Sportereignisse. Barrosos Antwort: “Wir verstehen völlig die gute Absicht von Präsident Platini. Wir wollen sehen, wie wir eine bessere Koordination und Kooperation der nationalen Polizeien hinbekommen können. Ein Vorstoß in dieser Richtung liegt allerdings nicht in der Kompetenz der Europäischen Kommission.”

Dennoch treffen Platinis Bitten bei der Kommission auf offene Ohren: Als nächster will ihn Justizkommissar Frattini empfangen. Und die Kommission kann sich dann an die Mitgliedsstaaten wenden.

Und die Sportminister der EU bliesen bei ihrem informellen Treffen an diesem Montag in Stuttgart ins selbe Horn: Sie machten sich für verstärkten Polizei-Austausch und mehr Fan-Projekte stark.