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Venezuelas Präsident Chavez in Nicaragua und Bolivien

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Venezuelas Präsident Chavez in Nicaragua und Bolivien

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Auch Bushs lateinamerikanischer Gegenspieler Hugo Chavez befindet sich auf einer Reise durch die Region. Nach einem Besuch Boliviens traf der venezolanische Präsident in Nicaragua mit seinem Kollegen Daniel Ortega zusammen. Das Oberhaupt des Imperiums versuche gerade, die Flamme zu ersticken, die sich in Lateinamerika ausbreite, doch das werde dem Imperium nicht gelingen, sagte Chavez: Auch tausend Imperien werde es nicht gelingen, die im Geiste Sandinos und Bolivars lodernde Flamme der Freiheit zu ersticken.

Daniel Ortega, der Nicaragua die Achtziger Jahre hindurch mit den revolutionären Sandinisten regiert hatte, wurde Ende vergangenen Jahres erneut zum Präsidenten gewählt. Hugo Chavez war zuvor in Bolivien mit dem ebenfalls Linksstehenden Präsidenten Evo Morales zusammengetroffen. In der Andenstadt El Alto unterzeichneten beide das Abkommen zur Bildung einer südamerikanischen Entwicklungsbank. Diese soll ein Gegengewicht zu Weltbank und Internationalem Währungsfonds bilden. Venezuela und Argentinen stellen dafür 10 % ihrer Währungsreserven zur Verfügung. Chavez sieht in der Bank ein Mittel des Widerstands gegen den “US-Imperialismus”.