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Villepin unterstützt Sarkozy bei französischer Präsidentenwahl

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Villepin unterstützt Sarkozy bei französischer Präsidentenwahl

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Im Rennen um die französische Präsidentschaft hat jetzt auch Premierminister Dominique de Villepin seinem Intimfeind, Innenminister Nicolas Sarkozy, seine Unterstützung zugesagt. Kurz zuvor hatte Staatspräsident Jacques Chirac erklärt, er werde nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren: Er werde sich nun zwar anders, aber mit dem gleichen Enthusiasmus und der gleichen Leidenschaft für die Franzosen einsetzen, sagte Chirac im französischen Fernsehen. Er werde weiter für das kämpfen, wofür er sein ganzes Leben gekämpft habe: für Gerechtigkeit, Fortschritt, für Frieden und für die Größe Frankreichs.

Chirac sagte nicht, ob er Sarkozy als konservativen Kandidaten unterstützt. Der Innenminister sprach von einem würdigen Abschied seines Präsidenten, dessen Nachfolger er weden will: Jacques Chirac habe ein neues Kapitel in seinem Leben aufgeschlagen, aber in gewisser Weise sei damit für alle ein Kapitel zu Ende. Er kenne Chirac nun seit rund dreißig Jahren. Daher habe er diesen Moment als sehr bewegend empfunden, und auch als würdevoll.

Von einem würdigen Abschied sprach auch die sozialistische Kandidatin Ségolène Royal. Chirac habe sich dabei auf Verfassungswerte bezogen, die allen Franzosen gehörten. Jetzt werde eine neues Kapitel in der Geschichte aufgeschlagen – und es seien die Franzosen, die darüber zu entscheiden hätten.

Die Art des Verzichts habe ihn bewegt, sagte der Präsidentschaftskandidat der Mitte, Francois Bayrou – und dass Chirac an Grundwerte erinnert habe: Dass Frankreich kein Land wie jedes andere sei, dass es ein Gesellschaftsprojekt habe. In den Meinungsumfragen liegt Sarkozy leicht vorne; Bayrou hat überraschend zu Royal aufgeholt. Bis zur ersten Wahlrunde sind es noch sechs Wochen.