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Ehrgeiziges Gesetz soll Schadstoffausstoß in Großbritannien reduzieren

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Ehrgeiziges Gesetz soll Schadstoffausstoß in Großbritannien reduzieren

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London setzt auf Umweltschutz: Premierminister Tony Blair legte am Dienstag einen Gesetzesentwurf vor, der verbindliche Klimaschutzziele für die Zeit nach dem Ablauf des Kyoto-Protokolls 2012 vorsieht. Eine Weltpremiere, wie Blair stolz betonte: “Heute wird Großbritannien das weltweit erste Land, das gesetzliche Ziele für die Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes bis 2020 und 2050 festschreibt.” Umweltminister David Miliband präsentierte ein Video, das die Folgen des Schadstoffausstoßes illustriert.

Konkret will die britische Regierung den CO2-Ausstoß bis 2020 um 26 Prozent und bis 2050 um 60 Prozent senken. Eine unabhängige Behörde soll die Fortschritte jedes Jahr überprüfen. Die Opposition ist dennoch unzufrieden – ihr geht der Entwurf noch immer nicht weit genug. Diese Ziele seien schon jetzt veraltet, meint Chris Huhne von den Liberaldemokraten – laut Berechnungen von Wissenschaftlern müsse man strengere Vorgaben festlegen. Die Umweltorganisation Friends of the Earth bewertet die Bemühungen der britischen Parteien als reinen Populismus. Mit auffallenden Aktionen unterstreicht Friends of the Earth die eigene Forderung: die CO2-Reduktion um drei Prozent pro Jahr.