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Erster Sterbehilfe-Prozess in Frankreich

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Erster Sterbehilfe-Prozess in Frankreich

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Wegen Sterbehilfe stehen im südfranzösischen Perigueux eine Ärztin und eine Krankenschwester vor Gericht. Laurence Tramois und Chantal Chanel hatten 2003 einer an Bauchspeicheldrüsen-Krebs erkrankten Patientin auf deren Wunsch ein Mittel verabreicht, das den Tod herbeiführte. Weil Sterbehilfe in Frankreich illegal ist, lautet die Anklage auf Giftmord. Es habe sich nicht um eine Vergiftung sondern um einen Akt der Liebe und des Mitgefühls gehandelt, so die Ärztin Laurence Tramois. Es ist der erste Prozess dieser Art in Frankreich. Der Sohn der bei ihrem Tod 65-jährigen, unheilbar kranken Frau, unterstützt die beiden Sterbehelferinnen. 2000 Ärzte und Schwestern haben das Parlament und den Präsidenten aufgefordert, die aktive Sterbehilfe zuzulassen. Auch vor dem Gericht in Perigueux demonstrierten zahlreiche Menschen für ein entsprechendes Gesetz.