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Peking jagt Boeing und Airbus Angst ein

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Peking jagt Boeing und Airbus Angst ein

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China will ab 2020 Boeing und Airbus herausfordern. Nach Angaben staatlicher Medien plant die Volksrepublik die Entwicklung eines eigenen Verkehrsflugzeugs. Damit will Peking der massiven Zunahme seines Luftverkehrs Rechnung tragen. China ist der am schnellsten wachsende Flugzeugmarkt der Welt.

Nach dem derzeit gültigen Fünf-Jahres-Plan will die Regierung bis 2010 rund 500 neue Flugzeuge zum Einsatz bringen. Fast zwei Drittel des chinesischen Marktes wird von Boeing kontrolliert, die Amerikaner sind traditionell der Hauptlieferant. Airbus konnte seinen Anteil auf bis zu 30 Prozent schrauben. Andere Anbieter aus Russland und Brasilien (Embraer) spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Außerdem plant Peking den Bau von 48 neuen Flughäfen und will 5000 Piloten ausbilden. Bislang galten chinesische Unternehmen im Flugzeugbau als nicht wettbewerbsfähig. Versuche in den siebziger Jahren, ein Passagierflugzeug zu konstruieren, waren an mangelnder Hochtechnologie gescheitert.

Dieses Problem sei heute indes gelöst, meinen Experten. Zwar werde der chinesische Flugzeugbau kurzfristig keine Gefahr für Boeing und Airbus darstellen, langfristig werde sich die Volksrepublik aber einen erheblichen Marktanteil erkämpfen, heisst es. Zumal dann chinesische Airlines auf heimische Maschinen zurückgreifen dürften.