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50 Jahre Römische Verträge: EU diskutiert geplante "Berliner Erklärung"

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50 Jahre Römische Verträge: EU diskutiert geplante "Berliner Erklärung"

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Am 25. März 1957 unterzeichneten Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. 50 Jahre später wird die Rede zum Jahrestag heftig diskutiert. Das EU-Parlament befasste sich am Mittwoch mit der geplanten “Berliner Erklärung”, die sowohl eine Lösung der Verfassungskrise als auch eine Neudefinition der Ziele der EU herbeiführen soll. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hofft dabei auf einen zukunftsgerichteten Text. “Nutzen wir die Symbolik dieses Tages für ein Signal der Geschlossenheit”, sagte er vor den Abgeordneten. “Europa gelingt gemeinsam – unter diesen Wahlspruch haben wir die Präsidentschaft gestellt. Die Menschen in Europa erwarten von der europäischen Politik den Willen, den Mut und die Entschlossenheit gemeinsam zu handeln.”

Viele Parlamentarier befürchten allerdings, dass die Erklärung in Nichtigkeiten abgleitet, zu lang und farblos wird – so etwa der grüne Fraktionsführer im EU-Parlament, Daniel Cohn-Bendit. “Ich werde Ihnen sagen, kurz soll der Text sein”, forderte er, “einfach soll er sein, aber nicht banal. Und das ist die Gefahr Ihrer Strategie: die Banalität, die am Ende herauskommen wird.”

Die EU versucht, solche Bedenken zu übertünchen – etwa mit einem Fußballspiel. Am Dienstag abend trat Manchester United gegen eine Europa-Auswahl an – und gewann im ausverkauften Stadion mit 4 zu 3. Hoffentlich kein schlechtes Omen für die EU des 21. Jahrhunderts.