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Krise in Ecuador spitzt sich zu

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Krise in Ecuador spitzt sich zu

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Die politische Krise in Ecuador spitzt sich zu. Nachdem Polizeikräfte das Parlament in der Hauptstadt Quito abgeriegelt hatten, versuchten mehrere ausgesperrte Abgeordnete sich gewaltsam Zugang zu verschaffen. In der vergangenen Woche hatte die oberste Wahlbehörde 57 oppositionellen Abgeordneten der insgesamt 100 Parlamentsmitglieder das Mandat entzogen. Sie hätten die Vorbereitung eines für den 15. April angesetzten Referendums über die Einberufung der verfassungsgebenden Versammlung behindert, hieß es zur Begründung. Bei dem Streit geht es um das zentrale Wahlversprechen des Ende November zum Präsidenten gewählten linken Wirtschaftsexperten Rafael Correa, die Verfassung zu reformieren. Dem widersetzt sich die Mehrheit des Parlaments, die ihm vorwirft, er wolle ein totalitäres Regime aufbauen. Ein Abgeordneter wurde bei den Auseinandersetzungen verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach Überzeugung der Parlamentarier sind nur sie befugt, eine verfassungsgebende Versammlung einzuberufen, der sie selbst Platz machen müssten. Präsident Correa verfügt über keine Abgeordneten, weil er aus Protest gegen die Volksvertretung zur Parlamentswahl keine Kandidaten aufgestellt hatte.