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Angst vor neuen Straßenschlachten in Budapest

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Angst vor neuen Straßenschlachten in Budapest

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Am ungarischen Nationalfeiertag befürchtet die Polizei Ausschreitungen und Krawalle. Bereits am Donnerstag morgen störten Rechtsextreme eine Gedenkzeremonie mit Budapests Bürgermeister Gabor Demszky und bewarfen den Politiker mit Tomaten, Eiern und Früchten.

Die Polizei steht in höchster Alarmbereitschaft, die Sicherheitskontrollen in Budapest wurden verstärkt. Rechtsextreme Gruppierungen hatten im Vorfeld des Nationalfeiertages, an dem des Aufstandes gegen die habsburgische Herrschaft am 15.März 1848 gedacht wird, Gewalt angekündigt. Bei Razzien waren Waffenlager ausgehoben worden.

Die größte rechts-konservative Oppositionspartei Fidesz demonstrierte am Donnerstag Nachmittag gegen die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsány und knüpfte damit an Proteste aus dem Herbst des vergangenen Jahres an.

Bei diesen war der Regierungschef nach seinem Eingeständnis, die Bevölkerung belogen zu haben, zum Rücktritt aufgefordert worden. In Folge der Proteste war es damals zu mehrtägigen Straßen-schlachten gekommen. In Budapest geht nun die Angst um, daß sich dies wiederholen könnte.