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Le Pen zum fünften Mal bei Präsidentschaftswahl

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Le Pen zum fünften Mal bei Präsidentschaftswahl

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Der Chef der rechtsextremen Front National hat die Hürde für die Zulassung zur Präsidentschaftswahl genommen. Am Mittwoch legte er 535 Wahlpatenschaften beim Verfassungsrat vor.

Um bei der Präsidentenwahl anzutreten, muss jeder Kandidat mindestens 500 Unterschriften von Bürgermeistern und Parlamentariern vorweisen. Dies ist Le Pen nun zum fünften Mal gelungen. Überraschend überholte er bei der Präsidentschaftswahl 2002 den sozialistischen Kandidaten Lionel Jospin, erreichte die zweite Runde und trat gegen den amtierenden Präsidenten Jacques Chirac an. Damals konnte der Rechtsextremist 4,8 Millionen Wähler hinter sich versammeln. Diesmal sehen ihn Umfragen in der ersten Runde mit 13 bis 14 Prozent an vierter Stelle.

Der konservative UMP-Kandidat Nicolas Sarkozy kündigte unterdessen an, sein Amt als Innenminister Ende des Monats niederzulegen, um sich voll und ganz dem Wahlkampf zu widmen. Umfragen zufolge werden in der ersten Runde 27 Prozent der Wahlberechtigten für ihn stimmen.

Die sozialistischen Kandidatin Ségolène Royal würden demnach 26 Prozent wählen. Anders als wie noch vor wenigen Wochen erwartet wird die erste Runde vermutlich nicht ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihr und Sarkozy, stattdessen rückt der Zentrumskandidat Francois Bayrou in den Umfragen mit 21 Prozent weiter auf.

Die Präsidentschaftswahl beginnt am 22. April.