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OPEC hält an Fördermenge fest

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OPEC hält an Fördermenge fest

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Die OPEC wird bis auf weiteres keine Änderung an ihrer Ölfördermenge vornehmen. Das beschloss das Kartell auf seiner Frühjahrstagung in Wien. Die Lage solle möglicherweise auf einer außerordentlichen Sitzung im Juni erneut überprüft werden. Begründet wurde der Beschluss mit der stabilen Nachfrage der Weltwirtschaft.

Der nigerianische Ölminister Edmund Daukoru erklärte, die Rohölpreise seien stabil, ebenso die Versorgungssituation. Es gebe daher für die Exportländer derzeit keinen Anlass, die Förderung zu erhöhen. An dem Treffen nahmen erstmals auch Vertreter Angolas teil. Das Land im Südwesten Afrikas ist als zweitgrößter Ölproduzent des Kontinents das jüngste Mitglied der OPEC.

Das Kartell steht derzeit einer weltweiten Nachfrage von 86 Millionen Barrel täglich gegenüber. Die OPEC-Staaten einschließlich Angolas und des Iraks produzierten im Februar ein knappes Drittel dieser Menge, 3,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Nach Ansicht westlicher Experten müssten die Exportländer ihre Förderung erhöhen. Die Märkte seien nicht überversorgt, wie es OPEC suggeriere, sondern unterversorgt, erklärte die Internationale Energie-Agentur in Paris. In den Industriestaaten drohe erstmals seit mehr als zehn Jahren ein Rückgang der Reserven.