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Repubblicca sammelt Unterschriften für entführten Mitarbeiter

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Repubblicca sammelt Unterschriften für entführten Mitarbeiter

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Ein erstes Lebenszeichen des in Afghanistan verschleppten italienischen Journalisten: Das italienische Fernsehen zeigte gestern Abend ein Video von Daniele Mastrogiacomo. Darin appelliert er an Regierungschef Romano Prodi, sich für seine Freilassung einzusetzen. Die radikal-islamischen Taliban, die sich zu seiner Entführung bekennen, hatten zuvor den Abzug der italienischen Soldaten aus Afghanistan gefordert. Davon ist nun keine Rede mehr.

Eine italienische Nicht-Regierungs-Organisation, Emergency, versucht wie bereits bei früheren Entführungen zu vermitteln. Ihr Gründer, Gino Strada, erklärte, seine Gruppe sei eine Art Sprachrohr, jedoch nicht in Verhandlungen involviert. Man würde aber bei einem humanitären Einsatz bereit stehen.

Der La Repubblicca-Mitarbeiter Mastrogiacomo war am 5. März entführt worden, als er von Kandahar in die Provinz Helmand reisen wollte. Die Taliban hatten ihn als Spion verdächtigt. Für seine Freilassung hat Mastrogiacomos Zeitung eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen: Den Aufruf “Befreit ihn, er ist ein Journalist” unterzeichneten bisher 70.000 Leser.