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Urteil im Tokioter Livedoor-Prozess: zweieinhalb Jahre für Takafumi Horie

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Urteil im Tokioter Livedoor-Prozess: zweieinhalb Jahre für Takafumi Horie

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Der frühere Chef der japanischen Internetfirma Livedoor ist wegen Verstößen gegen das Wertpapiergesetz zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Takafumi Horie hatte indes vor Gericht seine Unschuld beteuert. Der Staatsanwaltschaft warf er vor, den Fall konstruiert zu haben.

Der Skandal um Livedoor hatte Anfang 2006 an der Börse zu Panikverkäufen geführt. Beim Vorwurf der Bilanzfälschung und der Verbreitung falscher Finanzinformationen sei Horie allein gewesen, niemand sei ihm zu Hilfe gekommen, meint Analyst Keith Henry. Horie sei als Rebell gegen die überkommenen Konventionen der alten japanischen Wirtschaftswelt aufgetreten. Zwar sei deren Einfluss im Sinken begriffen, aber noch nicht so stark, als dass es Horie hätte nutzen können.

Horie hatte als Abbrecher einer japanischen Elite-Universität mit Freunden eine Webdesign-Firma gegründet. Diese hatte er dann durch zahlreiche Zukäufe zu Livedoor ausgebaut. Mit seinem provokanten Auftreten sorgte er oft für Aufsehen.