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Bové Kandidat bei Präsidentenwahl in Frankreich

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Bové Kandidat bei Präsidentenwahl in Frankreich

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In Frankreich haben zwölf Kandidaten die Voraussetzungen erfüllt, um für die Nachfolge von Präsident Jacques Chirac antreten zu können. Das teilte der Verfassungsrat in Paris mit. Unter den offiziell zugelassenen Kandidaten ist auch der Globalisierungskritiker und frühere Bauernführer José Bové. Bei ihm war bis zuletzt unklar, ob er die erforderlichen 500 ihn unterstützenden Unterschriften von gewählten Volksvertretern zusammenbekommen hatte, ohne die er sich nicht hätte bewerben können. Vier Kandidaten haben zweistellige Umfragewerte und könnten in die zweite Runde kommen: der konservative Nicolas Sarkozy, die Sozialistin Ségolène Royal, der Zentrumspolitiker François Bayrou und der Rechtsextreme Jean-Marie Le Pen.

Die restlichen Bewerber haben kaum Chancen, über die erste Runde am 22. April hinauszukommen. Auch die vier Kandidaten, die erstmals antreten, darunter Bové, haben keine Chance in die Stichwahl am 6. Mai zu gelangen. In Umfragen von diesem Wochenende liegt der konservative Innenminister Sarkozy mit 26 Prozent der Stimmen in der Wählergunst weiter vorn. Er büßte innerhalb von einer Woche allerdings um zwei Prozentpunkte ein.

Die Sozialistin Royal liegt bei 24 Prozent der Stimmen, würde in der Stichwahl gegen Sarkozy aber verlieren. Der Zentrumspolitiker Bayrou liegt bei 22,5 Prozent. Er würde in der Stichwahl derzeit sogar mit 54 zu 46 Prozent gegen Sarkozy gewinnen. Noch liegt er allerdings hinter Royal und muss zunächst einmal die zweite Runde erreichen.