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Bergungsarbeiten nach Grubenunkglück in Russland dauern an

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Bergungsarbeiten nach Grubenunkglück in Russland dauern an

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Nach dem schweren Grubenunglück in Russland suchen die Rettungsmannschaften weiter nach den verschütteten Bergleuten. Mehr als 40 Kumpel werden noch vermisst. Deren Familien bangen um das Leben ihre Angehörigen. Bislang fanden die Bergungsteams 78 Leichen. 90 Bergarbeiter konnten gerettet werden.

Nach Angaben der Behörden hat sich in der Grube eine Methangas-Explosion erreignet. Die Bedingungen unter Tage sind schwierig. “Die Rettungsarbeiten werden noch mehrere Stunden andauern”, sagte der örtliche Gouverneur Aman Tuleyev. “Wir kommen nur schwer voran, weil durch die Explosion Kohle, Sand und Schutt durcheinander gewirbelt wurden.”

Die sibirische Grube Uljanowskaja, in der Region Kemerowo, zählt zu den modernsten in Russland. Sie ist erst vor fünf Jahren in Betrieb genommen worden. In Vergangenheit hatte es in russischen Kohleminen immer wieder Unfälle gegeben. Frühere Explosionen ereigneten sich aber fast ausschließlich in völlig veralteten Gruben. Die Justiz leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Verletzung der Sicherheitsbestimmungen ein.