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Katastrophen in Russland: Kreml will umfassende Untersuchungen einleiten

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Katastrophen in Russland: Kreml will umfassende Untersuchungen einleiten

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Die Bruchlandung einer Tupolew, ein schweres Grubenunglück und schließlich ein Brand in einem Pflegeheim: Angesichts der Katastrophen der letzten Tage in Russland will der Kreml die Unfälle genauer untersuchen. Bei der Grubengas-Explosion in einer sibirischen Kohlemine kamen mehr als 100 Bergleute ums Leben. Es war die schwerste Bergbau-Katastrophe auf russischem Gebiet seit mindestens 40 Jahren – und das in einem Bergwerk, das als eines der modernsten im Land galt.

Bei der Bruchlandung einer Tupolew in Samara starben fünf Menschen – und der Copilot bezeichnete den in Russland weit verbreiteten Flugzeugtyp kühl als “fliegenden Sarg”. Insgesamt verloren bei den drei Unglücksfällen mehr als 200 Menschen ihr Leben. Das russische Kabinett gedachte der Toten mit einer Schweigeminute. Die Tragödien treffen den Kreml mitten in den Vorbereitungen zur Duma- und zur Präsidentschaftswahl – wohl ein Grund für Präsident Wladimir Putin, eine Untersuchung zu fordern. Es müssten umfassende Ermittlungen in allen drei Fällen eingeleitet werden, sagte er, um die Ursachen für die Unfälle zu finden.

Der Generalstaatsanwalt übernahm persönlich die Untersuchungen zum Minenunglück und zum Brand in einem Pflegeheim, der schlimmsten Brandkatastrophe in Russland seit mehr als 10 Jahren. 62 Heimbewohner starben, da grundlegende Sicherheitsvorkehrungen missachtet wurden. So gab es etwa zu wenig Feuerlöscher und die Feuerwehr benötigte eine Stunde, um die 50 Kilometer zum Einsatzort zurückzulegen.