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Schwere Zeiten für britischen Finanzminister

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Schwere Zeiten für britischen Finanzminister

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Für den britischen Finanzminister Gordon Brown sind schwere Zeiten angebrochen. Der wahrscheinliche Nachfolger von Tony Blair als Premierminister und Labour-Chef geriet unter heftigen Beschuss eines früheren engen Mitarbeiters und Kabinettskollegen.

Lord Turnbull warf Brown öffentlich vor, sein Ministerium mit “stalinistischer Rücksichtslosigkeit” und Zynismus zu leiten. Turnbull war Mitarbeiter in Browns Finanzressort und später Kabinettsekretär. In einem Interview mit der “Financial Times” sagte er weiter, Brown behandle seine Kabinettskollegen “mehr oder weniger mit totaler Verachtung”. Auch gestatte er ihnen “keinerlei ernsthafte Diskussion”.

Brown musste gleich noch einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nach einer aktuellen Umfrage würde er von den oppositionellen Konservativen vernichtend geschlagen, sollte er wie erwartet Blairs Nachfolger werden. In der Gunst der Wähler liegt der konservative Spitzenkandidat David Cameron derzeit bei 43 Prozent, Brown aber nur bei 28 Prozent.