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Streit um antike Götter in Griechenland

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Streit um antike Götter in Griechenland

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Sie wollen eine Messe feiern – im antiken Tempel des Poseidon nicht weit von Athen. Sie, das sind die Anhänger der zwölf Götter des Olymp. Offiziell gibt es sie nicht, der Tempel steht nur Touristen offen. Es gibt Streit. Schließlich zahlen sie Eintritt und gelangen an den ihnen heiligen Ort. Und feiern ihren Gottesdienst. 2000 Jahre haben sie im Untergrund existiert, im Februar wurde per Gerichtsbeschluss die Organisation Ellinais erlaubt. Ihre Anhänger sind vornehmlich mittleren Alters und gehören akademischen Berufen an, darunter viele Anwälte. Es sollen mehrere hundert sein.

Doretta Peppa, die Vorsitzende von Ellinais, sagt, es seien 400.000 Menschen, die dem Kult huldigten. Allein in Griechenland. Aber das dürfe man hier nicht sagen. Denn: 97 Pozent der Griechen sind griechisch-orthodox getauft. Und die sehen den Kult als Gotteslästerung. Sogar der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele bleibt die orthodoxe Kirche fern, denn die olympische Flamme brennt zu Apollos Ehren, des Gottes des Lichtes und der Musik.