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Chef von Ölkonzern Total unter Korruptionsverdacht

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Chef von Ölkonzern Total unter Korruptionsverdacht

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Der neue Chef des französischen Ölkonzerns Total ist wegen Verdachts auf Schmiergeldzahlungen an den Iran vernommen worden. Zusammen mit zwei weiteren Total-Managern wurde Christophe de Margerie von der Behörde für Finanzdelikte vorgeladen. Die Justiz eröffnete ein Verfahren wegen Veruntreuung von Firmengeldern und Bestechung im Ausland gegen Total.

Gegen de Margerie wird bereits im Zusammenhang mit dem Öl-für-Lebensmittel-Programm für den Irak ermittelt. Außerdem prüft die Justiz Vorwürfe über Zahlungen an einen früheren Justizminister Kameruns. Im Falle der Iran-Connection wollen die Pariser Ermittler wissen, ob der Konzern unter der Hand Provisionen gezahlt hat, um 1997 den Zuschlag für die Nutzung eines iranischen Erdgasfeldes im Persischen Golf zu bekommen.

Total erklärte unterdessen, die Unterzeichnung des damaligen Vertrages sei “ein Erfolg” gewesen und habe ausschliesslich den industriellen Interessen des Ölkonzerns gedient. Die Gesetze seien respektiert worden, und der Konzern stehe hinter seinem Chef de Margerie. Dieser hatte erst vergangenen Monat Thierry Desmarest an der Spitze von Total abgelöst. Zuvor war de Margerie bei dem Konzern für die Ölförderung verantwortlich.