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Italienische Taliban-Geisel landet in Rom

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Italienische Taliban-Geisel landet in Rom

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Der italienische Journalist Daniele Mastrogiacomo ist nach zweiwöchiger Geiselhaft in Afghanistan wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Er traf mit einer Militärmaschine auf dem Flughafen Ciampino in Rom ein und wurde von Mitgliedern seiner Familie, darunter seiner Tochter empfangen. Der Reporter der Zeitung “La Repubblica” war am Montag freigelassen worden. Er war gemeinsam mit zwei afghanischen Mitarbeitern von den Taliban entführt worden, als er in der Unruheprovinz Helmand unterwegs war.

Die Taliban hatten mit der Tötung Mastrogiacomos gedroht, falls die italienische Regierung nicht binnen einer Woche einen Zeitplan für den Abzug der 2.000 italienischen Soldaten aus Afghanistan festlegen sollte. Während seiner 15-tägigen Haft war der Reporter mit Ketten an Händen und Füßen gefesselt und musste täglich den Aufenthaltsort wechseln. Sein afghanischer Fahrer war vor seinen Augen enthauptet worden.

Daniele Mastrogiacomo braucht nun erstmal Ruhe. Er sagte, “ich denke wir haben genug Zeit in den nächsten Tagen über das Erlebte zu sprechen”, sagte sein Bruder. “Jetzt ist es erstmal wichtig, ihn zu umarmen und zu wissen, dass er in Sicherheit ist.” Erleichtert war auch Italiens Ministerpräsident Romano Prodi. Die afghanische Regierung bestätigte inzwischen, dass sie Forderungen der Entführer erfüllt hat. Fünf Taliban seien aus der Haft entlassen worden.