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Russland: Kaum noch Hoffnung auf Überlebende

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Russland: Kaum noch Hoffnung auf Überlebende

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Drei schwere Unglücke in Russland innerhalb weniger Tage: Die Kabinettssitzung in Moskau beginnt deshalb mit einer Schweigeminute, zum Gedenken an die vielen Opfer. Für heute hat Präsident Wladimir Putin in ganz Russland Staatstrauer verhängt.

Die Bruchlandung eines Flugzeugs, das Feuer in einem Altersheim und vor allem die Explosion in einem Bergwerk: insgesamt starben dabei mehr als 170 Menschen. Die meisten von ihnen kamen bei dem Bergwerksunglück in Südsibirien ums Leben: Die Rettungskräfte haben bisher 107 Tote geborgen. Nach drei Bergleuten suchen sie noch, dreihundert Meter unter der Erde – auch wenn die Hoffnung allmählich schwindet. Immerhin haben 93 Kumpel überlebt.

Hunderte von Verwandten versammeln sich inzwischen in der nächsten Großstadt Nowokusnezk. In der Leichenhalle müssen sie ihre toten Angehörigen identifizieren. Ein Mann hier hat seinen Sohn verloren: Mein Vater war dreißig Jahre hier, sagt er, ich selbst 31, mein Sohn arbeitet hier seit sieben Jahren – hat gearbeitet. Ein anderer hat einen Freund gesucht: Vorbei, sagt er – das wars, er ist tot.

Bergwerksunglücke sind in Russland keine Seltenheit: Im Gegensatz zu sonst traf es aber diesmal eine moderne Grube; die “Uljanowskaja” war erst seit fünf Jahren in Betrieb. Über die Ursache der Explosion wird weiterhin nur spekuliert.