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Staatstrauertag für rusische Unglücksopfer

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Staatstrauertag für rusische Unglücksopfer

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Flaggen auf Halbmast, unterbrochene Fernsehprogramme: Mit einem Staatstrauertag wird in Russland der Todesopfer der jüngsten Unglücke gedacht. Bei dem schweren Minenunfall in Südsibirien waren am Montag mindestens 107 Bergleute getötet worden, als Grubengas explodierte. Die Hoffnung schwindet, die drei Vermissten im Unglücksschacht lebend zu bergen. Der Minenbesitzer soll den Angehörigen Entschädigungen von knapp 60.000 Euro pro Familie versprochen haben.

In Russland kommt es regelmäßig zu tödlichen Minenunfällen, meistens wegen der katastrophalen Zustände in den alten Bergwerken – diesmal traf es jedoch eine fünf jähre alte Grube. Behörden gehen davon aus, dass Nachlässigkeit zur Grubengasexplosion geführt hat.

Staatstrauer auch für die Opfer des Altenheimunglücks im Südwesten Russlands. Dort war in der Nacht zum Dienstag ein Feuer ausgebrochen – wodurch, ist noch unklar. Viele bettlägerige Senioren wurden im Schlaf überrascht, wie diese Patientin: “Man hat mich gestützt. Ich war orientierungslos wie die anderen auch. Man hat mir gesagt, wir bringen dich hier raus. Ich danke den guten Menschen, die mich gerettet haben.” Für 63 Menschen kam die Hilfe zu spät. Sie starben in den Flammen. Die meisten der 35 Überlebenden mussten ärztlich versorgt werden.