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Charlie Hebdo-Herausgeber frei gesprochen

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Charlie Hebdo-Herausgeber frei gesprochen

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Im Prozess um die umstrittenen Mohammed-Karikaturen ist die Klage gegen den Herausgeber der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo fallen gelassen worden. Dem Pariser Strafgerichtshof zufolge sind die umstrittenen Darstellungen nicht als Beleidigung für die muslimische Welt zu werten.

Herausgeber Philippe Val zeigte sich zufrieden mit dem Prozessausgang. Die Rechtssprechung zeige, dass Journalisten ihrem Beruf nachgehen können. Dies sei eine gute Nachricht für die laizistischen Muslime und für die Meinungsfreiheit.

Geklagt hatten die Große Moschee von Paris und der Verband islamischer Organisationen. Für deren Präsidenten Lhaj Thami Breze ist der Fall damit noch nicht abgeschlossen. Er sagte, “wir werden in Berufung gehen. Wir sind Staatsbürger, unsere religiösen Gefühle sind verletzt. Charlie Hebdo hat sich über unseren Propheten lustig gemacht. Der Islam und die Muslime wurden mit Terrorismus in Verbindung gebracht. Wir werden noch mal vor Gericht ziehen.”

Die Mohammed-Karikaturen erschienen zunächst im Februar vergangenen Jahres in einer dänischen Zeitung. Sie lösten in der islamischen Welt teilweise gewaltsame Proteste aus. Charlie Hebdo druckte die Bilder daraufhin erneut ab, um ein Zeichen für Meinungsfreiheit zu setzen.